Es ist Zeit für die Wahrheit

Wenn man einfach nicht weiß, wie man es ausdrückt. Wie man beginnt, es aufzuschreiben, es zu erklären. Es hat einige Zeit gedauert, ich habe den Beitrag immer wieder umgeschrieben, ausgebessert und doch ganze Sätze wieder gelöscht. Es ist nicht einfach. Aber es ist an der Zeit für die Wahrheit, Zeit, dass ihr wisst, worum es geht.

Ein paar von euch haben meine Blogpause mitbekommen. Dass nahezu seit 3 Wochen ein regelrechter Stillstand besteht. Auch in der Instagramstory spreche ich nicht mehr, Snapchat ist komplett tot. Dass passiert nicht aus reiner Laune heraus, oder weil ich den Trend “Digital Detox” mitmache. Es hat leider einen ganz anderen Grund. Und ich dachte niemals, dass das mir passiert.

Ich bin ein Mensch, der von Natur aus immer 100% gibt. Wenn es möglich ist, gebe ich sogar 150%. Ich erwarte oft zu viel von mir selbst. Das war wahrscheinlich auch der Grund, dass mein Körper und meine Seele streikten und in sich zusammenfielen. Das hier jetzt zu schreiben fällt mir wirklich nicht leicht, zwischendurch muss ich mich immer wieder sammeln. Aber ja, es ist passiert.

Wieso?

Was der ausschlaggebende Grund war- ich kann es euch nicht sagen. Es war wahrscheinlich eine Ansammlung vieler Faktoren, die dazu geführt haben, dass ich jetzt da bin, wo ich bin. Wenn du immer weiter und immer weiter und- wenn möglich- noch viel weiter gehst, kommt es irgendwann dazu. Wenn du das Gefühl hast, du musst immer mehr und mehr geben, darfst keine Schwäche zeigen. Dann klatscht du irgendwann am Boden auf- im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie fühlt es sich an?

Ehrlich gesagt, schwer. Es ist bedrückend und man ist müde. Man möchte sich so gerne aufrappeln, braucht aber einfach Zeit. Zeit sich zu sammeln, Zeit für Körper und Seele. Dass die Grippe nur die Vorstufe sein sollte, auf das was mich noch erwartet. Die ersten Tage fühlte es sich an, als würde sich ein zarter Schleier um die Augen legen. Du siehst die Farben, aber nicht so intensiv. Das Denken fällt schwer, mein Kopf fühlt sich an, als wäre er in Watte gepackt. Man kommt sich vor, als würde man komplett neben sich stehen. Dass man sich selbst im Spiegel betrachtet, die Person, die man darin sieht, aber nicht erkennt.

Hast du vorher nichts gemerkt?

Ich könnte jetzt sagen, “natürlich nicht, keine Ahnung wieso das plötzlich passiert ist”, aber dann würde ich euch und vor allem mich selbst belügen. Du merkst es immer. Du willst es nur nicht wahrhaben. Es gab einige Vorzeichen, die ich natürlich 1A ignorierte, weil ich dachte, ach das wird schon wieder. So wie es immer geworden ist. Nur dieses Mal nicht. Ich bin zusammengesackt wie ein Kartenhaus bei einem Windstoß. Körperlich und emotional. Ein Häufchen Elend, welches zusammengekauert auf der Couch saß und sich die Seele aus dem Leib weinte. In diesem Moment habe ich gemerkt, dass das einfach nicht mehr ich bin und ich dringend handeln muss!

Was kommt als nächstes?

Für mich steht jetzt fest: so wie es gerade ist, kann und wird es nicht mehr weitergehen. Doch keine Angst, mit dem Bloggen höre ich nicht auf, das ist schließlich das, was mir Spaß macht. Nur ich werde mich in Zukunft wieder langsam herantasten. Ich tüftle an T-Shirt Ideen, gönne mir Schokolade (und den ein oder anderen Kuchen 😉 ), bewege mich an der frischen Luft und tue einfach das, was mir gut tut.

Ich teile diese Geschichte mit euch, da jeder von uns nur ein Mensch ist. Mit seinen Stärken, Schwächen, Fehlern. So wie es mir passiert ist, kann es morgen schon wieder jemand anderen erwischen. Wichtig ist da zu betonen, dass man sich dafür auf keinen Fall schämen sollte! Dazu gibt es keinen Grund. Sobald man den Rückhalt von Familie und Freunden hat, kann man alles schaffen und auch kämpfen. Die Fotos hier im Beitrag passen zwar nicht so ganz zur Geschichte, aber sie zeigen das Meer. Das Meer ist unendlich weit, es steht für Offenheit, aber auch Veränderung. Dem “Aufbruch zu neuen Ufern”.

DANKE <3

An der Stelle möchte ich auch euch danken. Während dieser längeren Pause haben so viele von euch stets am Blog vorbeigeschaut, obwohl es nichts Neues zu entdecken gab. Danke, dass ihr immer meine Beiträge lest, diese Kommentiert und mir einen Teil eurer wertvollen Zeit schenkt. Einfach Danke für alles! Das klingt jetzt wie ein Abschied, in gewisser Weise ist er das auch. Mein altes Ich verabschiedet sich, doch: meine schlechten Witze und mein teilweise sehr schwarzer Humor, die werdet ihr nicht los. Und das ist auch gut so. Äußerlich dürfte sich vielleicht etwas ändern, aber da bin ich noch am überlegen 😉 . Wenn ich dann gestärkt zurück komme, dürft ihr das neue Ich begrüßen <3

Strand von Bibione, Urlaub in Italien

It’s okay to be a glow-stick. Sometimes we have to break before we shine! (via Pinterest)

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2 Kommentare

  1. 22. Oktober 2017 / 00:10

    Meine Liebe, ein toller Beitrag! Sehr persönlich und ich kann dich mehr als gut verstehen. Ich befand mich selber in der Situation vor ein paar Jahren. Ich hatte keine Kraft, war leer und hab die ganze Zeit nur geschlafen. Obwohl dieses Jahr für mich das schlimmste ever war bin ich froh dass ich nicht in der gleichen Situation wieder gelandet bin.
    Ich wünsche dir alle gute und vor allem viel Kraft!
    xoxo Karo

    • jessicahaas73
      22. Oktober 2017 / 17:25

      Danke für deine lieben Worte Karo <3 Liebe Grüße 🙂

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